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Verbundweiterbildung für junge Ärzte als Allgemeinmediziner ab sofort möglich

In Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein, niedergelassenen Ärzten und weiteren Kliniken der Region hat das MKH jetzt einen gemeinsamen Weiterbildungsverbund gegründet. Ziel ist es den drohenden Mangel an Hausärzten in der Region entgegen zu wirken, um so eine langfristige Versorgung der Patienten sicherzustellen. Mit dem hausärztlichen Weiterbildungsverbund Rheinisch-Bergischer Kreis soll nun die Zahl der Allgemeinmediziner über gesteigert werden. „Dazu ist eine strukturierte und für angehende Allgemeinmediziner interessante Weiterbildung zwingend notwendig“, so Prof. Jörg Schröder, Chefarzt der Allgemein-und Viszeralchirurgie am MKH. So sei es schwierig, überhaupt noch neue Kollegen zu finden. „90 Prozent der Studenten schließen ihr Studium ab. Doch nur die Hälfte von ihnen wählt den Weg in eine Klinik,“ so Schröder.

Im Kreis sind derzeit knapp 110 Allgemeinmediziner und rund 40 hausärztlich tätige Internisten niedergelassen. Der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, ist sich sicher, dass gerade bei der hausärztlichen Weiterbildung Handlungsbedarf besteht. „Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt.“

Mit der nun eingegangenen Kooperation bekennen sich Kliniken und niedergelassene Ärzte zu ihrer Verantwortung für eine hoch stehende allgemeinmedizinische Weiterbildung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Kreis.

Für Assistenzärzte, die Allgemeinmediziner werden wollen, bietet die Verbundweiterbildung künftig eine Reihe von Vorteilen: So verpflichten sich die Partner im hausärztlichen Weiterbildungsverbund zu einem gemeinsamen, verbindlichen Lehrplan über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildung. Damit gewinnen die Ärzte in Weiterbildung Planungssicherheit. Feste Ansprechpartner sowie eine über alle Abschnitte gesicherte Vergütung sind weitere Aspekte, die für die ärztliche Weiterbildung zum Hausarzt im Rheinisch-Bergischen Kreis sprechen. Durch das Weiterbildungsangebot in einer Region entfällt auch der sonst häufige Wohnortwechsel; ein weiterer Vorteil für angehende Allgemeinmediziner in der Verbundweiterbildung.

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