Panoramafoto des Marien-Krankenhauses

Leistungsspektrum

Schilddrüse

Die Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, die durch eine Brücke (Isthmus) miteinander verbunden sind. Das Organ besitzt eine wichtige Funktion in der Produktion von Schilddrüsenhormonen und in der Produktion von Kalzitonin, welches den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel steuert.

Die Vergrößerung der Schilddrüse bezeichnet man als Kropf oder Struma. Ursache für eine Schilddrüsenvergrößerung ist überwiegend ein Jodmangel, da die tägliche Jodaufnahme in Deutschland in der Nahrung nicht ausreicht und eine zusätzliche Jodbeimengung zu den Mahlzeiten häufig nicht stattfindet. Dieser Jodmangel führt zunächst zu einer diffusen und dann knotigen Veränderung der Schilddrüse.

Gründe für eine Operation der Schilddrüse stellen folgende Veränderungen dar:

  • Vergrößerung der Schilddrüse mit Beeinträchtigung, z.B. Luftnot
  • Knotige Schilddrüsenvergrößerungen
  • Schilddrüsenadenome: Areale in der Schilddrüse, die übermäßige Mengen von Schilddrüsenhormonen produzieren
  • Kosmetische Beeinträchtigung
  • Verdacht auf einen bösartigen Schilddrüsentumor
  • Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen, z.B. Morbus Basedow

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Bruchoperationen

Ein Bruch oder eine Hernie ist eine Verlagerung von Eingeweiden durch eine angeborene oder erworbene Öffnung nach außen. Ein Bruch besteht aus einer Bruchpforte, z.B. in der Leiste oder in einer Narbe und dem Bruchinhalt, wie z.B. Darm.

Die häufigsten Hernien sind erworben und meistens kann keine spezifische Ursache für das Auftreten eines Bruches gefunden werden. Risikofaktoren sind überhöhtes Gewicht, chronischer Husten, Prostatavergrößerungen, Schwangerschaften, Abnahme der Bindegewebsfestigkeit und das wiederholte Heben schwerer Lasten.

Leistenbruch

Diese Bruchform macht ca. 80 % aller Hernien aus und in Deutschland werden jährlich pro 100.000 Einwohner ca. 150 - 200 Patienten an einem Leistenbruch operiert. In etwa 90 % der Fälle sind Männer betroffen.

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Gallenblase

In der Gallenblase erfolgt die Speicherung der Gallenflüssigkeit, die durch einen Nahrungsreiz in den Dünndarm freigesetzt wird. Gallenblasensteine entstehen durch ein Lösungsungleichgewicht der Gallenflüssigkeit wie Steine in einem stehenden Gewässer entstehen.

In Deutschland haben etwa 15 Mio. Menschen Gallenblasensteine, die in 75 % der Fälle keinerlei Beschwerden machen. Symptome wie Koliken, Schmerzen im rechten Oberbauch mit Völlegefühl oder Blähungen kommen bei 25 % der Patienten vor.

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Refluxerkrankung (Sodbrennen)

Die Speiseröhre besitzt am Übergang in den Magen einen Verschlussmechanismus, der einen Rückfluss (Reflux) von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert. Bei Störungen dieses Verschlussmechanismus, z.B. durch einen Zwerchfellbruch, kommt es zu einer Entzündung der Speiseröhre, die als Refluxösophagitis bezeichnet wird.

Diese Entzündung betrifft meistens die unteren Abschnitte der Speiseröhre, die an den Magen grenzen. Bei einer chronischen Entzündung besteht die Gefahr, dass die Zellen der Speiseröhre entarten und sich ein Speiseröhrenkrebs entwickeln kann.

Äußere Umstände wie Stress, ungesunde Ernährung und Übergewicht können einen Reflux von Mageninhalt in die Speiseröhre fördern und eine Entzündung der Speiseröhre verursachen. Hauptsymptome sind ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein und häufiges Sodbrennen. Die Schmerzen treten häufig nachts auf, wenn der Patient flach im Bett liegt und saurer Magensaft in die Speiseröhre gelangen kann.

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Sigmadivertikulose /-divertikulitis

Divertikel sind Ausstülpungen des Darmes nach außen. Bei der Divertikulose des Dickdarmes handelt es sich um eine Zivilisationserkrankung durch ballaststoffarme Kost, Übergewicht und chronische Verstopfung, was durch eine zunehmende Bindegewebsschwäche im Alter (70 % der über 70-jährigen Patienten haben eine Divertikulitis) gefördert wird.

Für eine normale Darmtätigkeit ist die Aufnahme ballaststoffreicher Nahrung und eine Flüssigkeitszufuhr von 2 - 3 l notwendig. Ballaststoffe sind in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Salat, Kartoffeln, Obst, Trockenfrüchten, Nüssen und Mandeln enthalten. Vor allem Vollkorngetreide und die daraus hergestellten Produkte wie Mehl, Brot, Brötchen, Gebäck und Nudeln sind reich an Ballaststoffen.

60 - 90 % aller Divertikel treten im sogenannten S-Darm oder Colon sigmoideum (Sigma) auf. Dort kommt es durch die fehlende Ballaststoffbelastung zu einer Innendruckerhöhung und einer Ausstülpung der Divertikel nach außen.

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Adipositas oder Fettsucht

Adipositas oder Fettsucht ist eine übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe durch ein eklatantes Missverhältnis zwischen Energiezufuhr und Verbrauch.

Die krankhafte Fettsucht stellt nachweislich eine erhebliche Gesundheitsgefahr mit einem hohen Risiko für eine Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen, Gelenkschmerzen und Belastungsluftnot bis zur Schlafapnoe dar.

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Dickdarmkarzinome

Der Dickdarm ist der etwa 1 - 1,5 m lange Abschnitt des Darmes, der sich dem Dünndarm anschließt und etwa 15 cm oberhalb des Afters in den Mastdarm (Rektum) übergeht.

Der Dickdarm dient der Wiederaufnahme von Wasser und Spurenelementen aus dem flüssigen Verdauungssaft des Dünndarmes und sorgt so für einen geformten und festen Stuhlgang.

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Dickdarmtumoren sind nicht bekannt. Es bilden sich häufig zunächst gutartige Polypen aus, die dann in bösartige Tumore, dem Dickdarmkrebs oder Dickdarmkarzinom übergehen können. Dieses Risiko steigt mit zunehmender Polypengröße.

Der Dickdarmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland mit einem Durchschnittsalter von 65 Jahren bei Erstdiagnose. In Mitteleuropa sind etwa 30 - 35 Patienten pro 100.000 Einwohner und Jahr betroffen und in Deutschland sterben etwa 24.000 Patienten an Dickdarmkrebs.

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Rektumkarzinome

Der Mastdarm (Rektum) dient als Reservoir für den Stuhl, bevor er über einen äußerst komplexen Vorgang des Schließmuskelapparates entleert wird. Als Mastdarm bezeichnet man den Anteil des Darmes vom Schließmuskel bis zum S-Darm, also dem Übergang in den Dickdarm.

Etwa 60 % aller bösartigen Tumore des Dickdarm und Enddarmes liegen im Rektum. Etwa die Hälfte davon sind der Austastung mit dem Finger zugänglich.

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Hämorrhoiden

Über 50 Prozent aller Menschen jenseits des 30. Lebensjahres haben nachweisbare Hämorrhoiden, wobei Männer doppelt so häufig betroffen sind wie Frauen.

Hämorrhoiden sind knotenförmige Erweiterungen der Gefäße des Schwellkörpers, der oberhalb des Schließmuskels im After liegt und an der Abdichtung des Analkanals vor dem Stuhlgang beteiligt ist.

Vergrößerte Hämorrhoiden entstehen durch zu hohen Druck im Enddarm, z.B. bei starkem Pressen, im Alter auch bei Erschlaffung des Schließmuskelapparates, durch sitzende Lebensweise, durch chronische Verstopfung bei ballaststoffarmer Ernährung, bei Übergewicht und in der Schwangerschaft.

Die typischen Beschwerden bei einem Hämorrhoidalleiden sind:

  • Blut am Stuhl, am Toilettenpapier oder in der Wäsche
  • Jucken, Nässen, Schmieren
  • Fremdkörpergefühl
  • Gefühl einer unvollständigen Entleerung
  • Schmerzen
  • Vorfallende Knoten beim Stuhlgang

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